Information > Google wehrt sich
Der Gehorsam gegenüber chinesischen Zensurwünschen ruft gar die Politik auf den Plan. Gegenüber der US-Regierung bleibt Google jedoch erst einmal hart. Gegen die Forderung, Daten zu Suchanfragen von Nutzern herauszugeben, um der US-Regierung die Beobachtung von pornografischem Material im Internet zu ermöglichen, geht Google weiter vor.
Im Wall Street Journal argumentiert Google, dass durch die Herausgabe der Daten zu den Suchanfragen Geschäftsgeheimnisse offengelegt würden, ohne dass es dafür eine juristische Notwendigkeit gebe. Bislang gebe man in der Öffentlichkeit nicht einmal bekannt, wie viele Suchanfragen an einem bestimmten Tag abgewickelt würden, betont die Firma. Außerdem zerstöre die Herausgabe der Daten das Vertrauen der Anwender in den Suchdienst, das man aufgebaut habe, erklärt Google.
Unterstützung erhält Google vor Gericht von diversen Bügerrechtsorganisationen, darunter der ACLU (American Civil Liberties Union) und der EFF (Electronic Frontier Foundation).
Zum Beispiel warnt ACLU davor, wenn die US-Regierung vor Gericht erfolgreich sein sollte, man selbst eine Verfügung beantragen werde, um an die Geheimnisse hinter Googles Suchalgorithmus zu kommen. Nur so so lasse sich beurteilen, was die Informationen überhaupt bedeuten, die an die Regierung übergeben würden, und welchen Einfluss sie auf die Privatsphäre der Nutzer haben.
http://www.hybrid.de/wissen/google-wehrt-sich.htm
Artikel erstellt am: 02.03..2006
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